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Josef Váchal
Der Maler und Grafiker Josef Váchal gilt als einer der originellsten tschechischen Künstler des 20. Jahrhunderts. Sein bedeutendstes Werk ist das großformatige Künstler-Buch „Böhmerwald sterbend und romantisch“. Prächtige Farbholzschnitte illustrieren das Anfang der 1930er Jahre entstandene Werk, in dem Váchal seine bis heute aktuellen Gedanken um das Schicksal und die Zukunft der Natur zum Ausdruck brachte. Váchal druckte nur 11 Exemplare, von denen sich nach aktuellem Wissen nur vier erhalten haben. In der Ausstellung ist eine wertvoller Reprint zu sehen. Außerdem werden Grafiken mit Darstellungen aus dem Buch und ausdrucksstarke Zeichnungen präsentiert.

1884 Josef Váchal wird am 23. September als uneheliches Kind
in Milavče bei Domažlice im Chodenland geboren.
Er wächst in Písek bei den Großeltern väterlicherseits auf.
1889 Antritt einer vierjährigen Buchbinderlehre in Prag
1904-1905
Besuch der Landschafts-Malschule von Alois Kalvoda und
der Malschule von R. Bém
1905 Erste Künstlerreise in den Böhmerwald
1908 Mitglied des Literaturvereins mit okkultistischer
Ausrichtung „Flammarion“
1910 Mitbegründer der Künstlergruppe „Sursum“
(mit E. Pacovský, F. Kobliha und J. Konůpek).
Erstes Text- und Holzschnittbuch
1912 Erste Ausstellung „Sursum“.
Er illustriert Bücher von J. Deml
1913 Heirat mit Marie (Máša) Pešulová.
Mitgründer des Vereins „Trojrám“
1914 Mitbegründer der Psychischen Gesellschaft
1916-1918
Einberufung an die Front (Kronova, Rombon, Isonzo)
1920 Beginn der Freundschaft mit der Grafi kerin A. Macková.
Illustriert Bücher von O. Březina, J. Deml und F. Kašpar
1922 Am 24.12. stirbt Váchals Frau Máša
1924 Herausgabe des Buches „Krvavý román“ (Blutiger Roman)
1926 Erste Einzelausstellung in Brünn/Brno.
1928 Internationaler Preis für Druck und Illustrationen auf der
Buchmesse in Florenz. Niederschrift der Bücher
„Erotikon“ und „Malíř na frontě“ (Maler an der Front).
1929 Mitglied in „Volná myšlenka československá“ (Freier
Tschechoslowakischer Gedanke). Váchal schreibt und
zeichnet das Buch „Očarovaná Šumava čili Myslivec
Weitfällernský“ (Verzauberter Böhmerwald oder
Der Weitfäller Waidmann).
Arbeit am großen Böhmerwaldbuch
1930 Ausstellung in Pilsen und Hradec Králové. Arbeit an dem
Buch „Prášilská papírna“ (Stubenbacher Papiermühle).
Austritt aus der katholischen Kirche
1931 Vollendung des großen Buches „Böhmerwald, sterbend
und romantisch“
1933-1934
Reisen in die Slowakei.
Er gibt das Buch „Receptář barevného dřevorytu“
(Lehrbuch für den Farbholzschnitt) heraus
1934 Große Einzelausstellung anlässlich des
50. Geburtstages in Prag
1935 Ausstellung in Brünn/Brno
1938 Umzug auf das Gut von A. Macková in
Studeňany bei Jičín.
1942 Illustrationen zu Edgar Allan Poe
1943 Arbeit an dem Roman „Čertova babička“
(Teufelsgroßmutter)
1950-1965
Váchal schreibt handschriftlich lange,
satirische Romane, lebt in Armut.
1966 Das Interesse an seinem Werk wächst.
Ausstellung des Lebenswerks in Prag
1968 Letzten Grafi ken entstehen.
Bezirkspreis für bildende Kunst
1969 Verleihung des Titels „Verdienter Künstler“.
Seine Lebensgefährtin Macková stirbt am 4. Mai.
Am 9. Mai stirbt Váchal in Studeňany im Alter von 84 Jahren.
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